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Übersetzen, Überschreiben, Einverleiben

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Inhalt

Beschreibung

„Original und Übersetzung bilden nicht mehr klar von­einander scheidbare, in ihrer fremdgeleiteten Anlage gleichermaßen streitbare Größen. Poetik des Dichters und Poetik des Übersetzers, in Hinblick auf die vorgegebenen Regeln, Normen, Bauformen und Spielräume, durchdringen und ergänzen einander, die Begriffe Transkription und Kontamination erfahren eine zunehmend positive Konnotierung. Gedichte, ausgelöst durch andere Gedichte: Gedichte als Auslöser der Übersetzungskunst. Wenn das Gedicht sich einen Reim macht auf ein vorangegangenes Gedicht, wenn eine Form sich darbietet, um ausgefüllt zu werden und der Dichter-Übersetzer, an dieser Form mitwirkend, sich seinerseits formt, dann sind die Voraussetzungen für jene Texte gegeben, denen, in sehr unterschied­lichen Gewichtungen und Wertschätzungen, das Inter­esse dieser Studie gilt: Radikalübersetzungen, Adaptationen, Intonationen, Imitationen, Umdichtungen, Travestien, poetische Grenzüberschreitungen, Einschreibungen und Einverleibungen entlang zu verzeichnender Fluchtlinien.“ (Th. P., Einleitung) Theresia Prammers komparatistisch angelegte Studie widmet sich prinzipiellen Fragestellungen gegen­­­wär­tigen Poesie-Übersetzungsschaffens: „Dichter-­­Ori­ginale“, die „Original-Dichtungen“ übersetzen, „Übersetzer-Originale“, die kanonischen Dichtungen iko­noklastisch begegnen: Übersetzung als Diversifizierung, variierende Wiederaufnahme oder radikale Aneignung, umwälzende Neulektüre und Vervielfältigung der Vorlage? Wer übersetzt wen? und aus welcher Sprache? wer spricht? und wer spricht nicht in einer Sprache der Übersetzung?

Aus dem Inhalt:

Zum Problem der Originalität – Die ­Dichter-­Übersetzung im Literaturbetrieb – Lyrikübersetzung im Spannungsfeld avantgardistischer Lyriktheorie – Zwischen Pathos und Pastiche: Positionen und Posen übersetzender Dichter – Shakespeares Sonette im Streit um poetische Zeit­genossenschaft – Oskar Pastiors poeto-logische Verwandlungshandlungen – Friederike Mayröcker liest Andrea Zanzotto – Übersetzendes Dichten und Denken bei Elke Erb – Armand Robin, Dichter und Umdichter …

„Theresia Prammers Studie zu (nicht ausschließlich, aber weitgehend) einem Aspekt des Übersetzens, dem Übersetzen von Lyrik, ist eine der bestechendsten und einleuchtendsten Arbeiten zum Übersetzen und zu den Übersetzenden, die mir in den letzten Jahren vor Augen gekommen sind …“ (Johanna Borek, Universität Wien)

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